Züchterin mit Leib und Seele

Hildegard Riegel hat in ihrem Garten Castor-Rex-Kaninchen und Mandarin-Enten

Hildegard Riegel und ihre Castor-Rex-Kaninchen. Foto: Jörg Halisch

12.05.2021

Hildegard Riegel weiß, wovon sie spricht, wenn es um Kaninchen und Geflügel geht: Seit Jahrzehnten ist die rüstige 94-Jährge sowohl als Züchterin und als auch im Kreisverband der Rassekaninchenzüchter aktiv. 300 Pokale hat sie im Laufe der Zeit gesammelt, mit denen sie für ihre erfolgreiche Arbeit als Züchterin ausgezeichnet wurde.

Die kleinen braun-weißen Castor-Rex-Kaninchen mag Hildegard Riegel besonders gern. In ihrem großen Garten am Freudenberg stehen ihre Käfige, in die sie im Frühjahr aus dem Winterstall ziehen. Mittlerweile nutzt die Züchterin allerdings nur noch die mittlere Käfigreihe, die sie am einfachsten und rückenfreundlichsten erreichen kann. Zwei Häsinnen hatten erst kürzlich Junge, und entsprechend groß ist die Aufregung im Garten von Hildegard Riegel. Dort gibt es auch Enten - eine Mandarin-Ente mit zwei Erpeln. Im Garten wachsen Erdbeeren und Tomaten, und dann baut Hildegard Riegel auch Tompinambur an: „Die überirdischen Pflanzenteile sind für die Kaninchen und die Knollen für die Menschen“, erklärt die Seniorin, die bereits seit 1933 auf dem Grundstück lebt und so viel Zeit wie möglich in ihrem Garten verbringt. Damals war sie noch Schülerin der Schule an der Lorcher Straße und ist mit ihren Eltern und den drei Geschwistern von der Rauenthaler Straße auf den Freudenberg gezogen.

Schon früh hat sie bei der Arbeit im Garten mitgeholfen, zum Beispiel bei der Kirschenernte. Für die Hühner und Kaninchen, die schon ihr Vater im Garten gehalten hat, hat die gelernte Kinderpflegerin damals aber noch gar keinen Sinn gehabt. Doch Ende der 1960er-Jahre habe sie mit ihrem Mann, der schon damals ein begeistertes Mitglied im Freudenberger Kleintierzuchtverein war, die Castor-Rex-Kaninchen auf einer Zuchtschau entdeckt. Sie hatten es ihr besonders angetan, und schon am nächst36en Tag trat sie ebenfalls in den Verein ein. Seit damals war sie nicht nur dort, sondern auch im Kreisverband der Rassekaninchenzüchter aktiv, stets in Vorstandsämtern. Bis heute ist sie Vorsitzende des Kreisverbands. Aber im Mittelpunkt stehen für die passionierte Züchterin stets die Tiere: Ob Geflügel oder Kaninchen - erzählt sie von ihnen, kommt Hildegard Riegel ins Schwärmen. (eva)


„Paradies erhalten“

Ortsbeirat Frauenstein neu aufgestellt

Nach den Kommunalwahlwahlen im März haben sich in Wiesbaden die Ortsbeiräte neu konstituiert. So auch in Frauenstein, wo sich aus dem Ergebnis der Wahlen eine Konstellation ableitete, die man so in Frauenstein schon längst kennt: Das Bürgergremium hat einstimmig die Wahl von Harald Weber (SPD) zum Frauensteiner Ortsvorsteher beschlossen. Zum stellvertretenden Ortsvorsteher wurde Bernd Wagner (CDU) bestimmt. Als Schriftführerin wurde Petra Wölfert, stellvertretende Leiterin der Ortsverwaltung in Dotzheim, bestätigt. Stellvertretende Schriftführer sind Linda Seel und Florian Seul.

Mit der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats war auch eine Willkommensrunde für die neu in den Beirat gewählten Kandidaten verbunden. In der SPD wurde Gerd Meier begrüßt, der auf das langjährige Ortsbeiratsmitglied Frank Baranowsky folgte. Der aus Delmenhorst stammende 66 Jahre alte Gerd Meier wohnt seit 2008 in Frauenstein. Mit großem Engagement blicke er in die Zukunft, um „das kleine Paradies Frauenstein zu erhalten und fit für die kommenden Jahre zu machen“, so Meier in seiner Ansprache. Die CDU freute sich über Nicholas Domes als neues junges Mitglied ihrer Fraktion. Domes unterrichtet Chemie und Physik an der Carl-von-Ossietzky-Schule und ist gespannt auf die Zusammenarbeit im Frauensteiner Ortsbeirat. Nicholas Domes folgt auf Wilfried Schmäing. (eva)


Doppelspitze in HSK

Neue Leitung der Kinderklinik ab 1. Oktober

Ab 1. Oktober gibt es ein Führungsduo in der Leitung der Kinderklinik an den Helios Dr. Horst-Schmidt-Kliniken. Dr. Doris Fischer und Prof. Dr. Alex Veldman werden gemeinsam die Klinik für Kinder und Jugendliche leiten. Das Kollegialsystem der beiden Fachärzte ist erprobt und hat sich bewährt: Seit knapp vier Jahren leiten die beiden als Chefärzte die Kinder- und Jugendmedizin am St. Vincenz Krankenhaus in Limburg und haben die Kinderklinik in Limburg mit ihrer Fachexpertise auf- und ausgebaut. Beide Mediziner haben eine Zusatzausbildung in der Neonatologie, der Behandlung Früh- und Neugeborener. Doris Fischer bringt außerdem eine Ausbildung als Hämostaseologin (Expertise in der Behandlung von Gerinnungsstörungen) mit, Alex Veldman als Kinderkardiologe.

„Wir sehen es als reizvolle und anspruchsvolle Aufgabe, die Kinderklinik eines Maximalversorgers für die Zukunft zu rüsten. Wir können hier auf ein erfahrenes großes Team bauen, das es ermöglicht, Kindermedizin auf höchstem Niveau anzubieten“, sagt Doris Fischer. Und Alex Veldman kündigt an, den Bedarf der ambulanten und stationären Versorgung von Kindern in und um Wiesbaden ergebnisoffen analysieren und die Kinderklinik entsprechend ausrichten zu wollen.

Der langjährige Chef der Kinderklinik, Prof. Markus Knuf, hat zum 1. Mai an das städtische Klinikum in Worms gewechselt. (eva)