Mit allen Sinnen draußen

Der Schloßpark im „Erfahrungsfeld der Sinne“ ist wieder für Besucher geöffnet

Hinter dem Schloss liegt der Park, der wieder geöffnet hat. Foto: Matthias Schenk

8.04.2021

Endlich mal wieder raus, endlich mal wieder etwas anschauen und ausprobieren - selten war der Wunsch danach so ausgeprägt wie jetzt. Erfüllt wird er im Schloss Freudenberg, oder vielmehr: Im Schlosspark. Denn das 14 Hektar große Gelände mit fast 40.000 Bäumen und 40 Erfahrungsfeld-Stationen sind seit dem 1. April wieder für Besucher geöffnet. Da geht es um Wasser und seine Kraft, um Pflanzen und um das, was sie alles können, um Bienen und Bäume. Sie dürfen erfasst und angefasst werden, und wer mag, trotzt den kühlen Temperaturen auf dem Barfußpfad. Das „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens“, das die Betreiber versprechen, hält unzählige Überraschungen für einen ganz besonderen Ausflugstag parat.

Selbstverständlich gibt es ein Hygienekonzept: Bei der Ankunft müssen die Kontaktdaten hinterlassen werden, es gibt verschiedene Stationen zur Handdesinfektion (mit herkömmlichen Mitteln und auch mit Kräutern aus dem Schlossgarten). Abstände müssen eingehalten werden, bei Begegnungen und im Kassenbereich herrscht Maskenpflicht. Die Toiletten werden mehrmals am Tag gründlich gereinigt. Führungen gibt es vorerst nur für geschlossene Gruppen, beispielsweise für einen Haushalt. Weil sich das alles schnell ändern kann, gibt es vor Ort tagesaktuelle Hinweise und Informationen. Auch das Hygienekonzept wird kontinuierlich den Gegebenheiten angepasst. Anmelden muss man sich für einen Besuch im Schlosspark nicht. Tickets gibt es direkt an der Kasse im Waldkiosk, wo auch Getränke, Snacks und Eis verkauft werden. Während der Schulferien ist das Erfahrungsfeld Schlosspark von dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, außerhalb der Ferien freitags bis sonntags sowie an Feiertagen zu den gleichen Zeiten. Der Eintritt kostet für Erwachsene 10 Euro, für Kinder von 3 bis 6 Jahren 5 Euro und für ältere Kinder und Jugendliche 7 Euro. Ins Schloss dürfen die Besucher derzeit noch nicht. Aber wenn sich die Pandemie-Verhältnisse bessern, werden einzelne Erfahrungsräume geöffnet. Nähere Infos gibt es telefonisch dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr unter 0611-41 101 41 und per Mail unter erfahrungsfeld@schlossfreudenberg.de. (eva)

Nachhilfe für Schüler

Neues Angebot im Schelmengraben

Nach den Osterferien geht es in den Endspurt für alle Viertklässler, bevor die Abschlussnoten feststehen und in die weiterführende Schule gewechselt wird. Natürlich möchte jedes Kind mit einem möglichst guten Zeugnis in den neuen Lebensabschnitt starten. Damit das klappt, gibt es nach den Osterferien ein neues Nachhilfeangebot für Viertklässler an der Grundschule Schelmengraben. Mit diesem Projekt, das nach und nach an allen Betreuenden Grundschulen (BGS) in Wiesbaden installiert werden soll, will das Amt für Soziale Arbeit Kindern, die einen Anspruch auf kostenlose Nachhilfe haben, größere Chancen eröffnen.

Deutsch und Mathe werden die Schwerpunkte des Nachhilfeunterrichts sein. In jeder Gruppe sind vier bis sechs Kinder, und jedes Kind erhält vier Stunden Nachhilfeunterricht pro Woche. Aus Gründen des Infektionsschutzes werden Kinder aus einer Kasse gemeinsam unterrichtet.

Es gibt noch eine zweite gute Idee, die demnächst an der Grundschule Schelmengraben umgesetzt wird: Ein paar Hühner werden einziehen, so Schulleiterin Inge Neuhaus. Sie erzählt, dass es während der Pandemie gut gelungen sei, den Kontakt zu den Schülern und ihren Familien zu halten. Mindestens einmal in der Woche haben sich Kinder und Lehrkräfte sogar gesehen, denn die Kinder haben ihre Aufgaben in der Schule abgeholt. (eva)


Herz-Zentrum in HSK

HSK erneut als „Heart Failure Unit“ zertifiziert

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Herz und Kreislaufforschung hat die Klinik für Kardiologie und konservative Intensivmedizin der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken erneut als „Heart Failure Unit“ bis Ende 2025 zertifiziert und damit wieder als Schwerpunktklinik für Herzschwäche ausgezeichnet. Die HSK sind damit eine von bundesweit nur 51 Kliniken, die über dieses Zertifikat verfügen.

In Europa sind mehr als 10 Millionen Menschen von einer Herzschwäche oder Herzinsuffizienz betroffen. Dabei ist das Herz nicht mehr richtig fähig, das Blut durch den Körper zu pumpen. Der Organismus erhält in der Folge deutlich weniger Sauerstoff und Nährstoffe als er benötigt, um optimal arbeiten zu können. Ursachen können alle Erkrankungen sein, die sich auf den Herzmuskel auswirken und das Herz in Mitleidenschaft ziehen. Dazu gehören beispielsweise ein vorangegangener Herzinfarkt, ein Herzklappenfehler, Bluthochdruck, Diabetes, eine Herzmuskelentzündung oder Herzrhythmusstörungen. Durch die Vorerkrankungen wächst das Risiko einer dauerhaften Schwächung des Herzens. „Dabei können wir mit Hilfe der hochspezialisierten Verfahren in unserer Klinik, die die Grundlage für die Zertifizierung als Heart Failure Unit bilden, den Ursachen schnell auf den Grund gehen“, so Professor Dr. Markus Ferrari, Direktor der Klinik für Kardiologie und konservative Intensivmedizin. (eva)