Noch größer und attraktiver

Vergnügungspark „Freubergland“ hat noch bis 15. August geöffnet

Endlich wieder: „Spaß im Freubergland 2.0“. Foto: Volker Watschounek

12.08.2021

Es ist fast wie früher: Im Autoscooter werden Runden gedreht, vorsichtig von Kindern, die neben Mama oder Papa zum ersten Mal ans Steuer dürfen, aber auch von Jugendlichen, die unter Kreischen mit Vollgas den Nachbarn rammen. In Gondeln fliegen Wagemutige durch die Luft, am Trampolin werden Sprünge geübt, während der Duft von gebrannten Mandeln und Zuckerwatte über allem liegt: Das „Freubergland 2.0“ auf dem Freudenberger Kerbeplatz am Veilchenweg hat geöffnet. Noch bis einschließlich 15. August warten Fahrgeschäfte, ein Imbiss mit Biergarten und Spielgeschäfte auf ihre Gäste. In diesem Jahr geht der „Pop-Up-Vergnügungspark“ auf dem Freudenberg bereits in die zweite Runde, wie ja auch schon der Name „Freubergland 2.0“ verrät. Er verspricht nicht nur, noch größer und attraktiver als im vergangenen Jahr zu sein, sondern ist es auch. Weil die Pandemie aber immer noch nicht besiegt ist, gelten auch für den Vergnügungspark auf dem Freudenberg die aktuellen Vorschriften: So gibt es eine Kontakterfassung, Sicherheitsabstände an den einzelnen Ständen sowie ein ausgeklügeltes Hygienekonzept.

Thomas Schreiner, Vorsitzender der ausrichtenden Freudenberger Kerbe- und Karnevalsgesellschaft (KCG) ist zufrieden mit dem Erfolg des Freuberglands 2.0: „Eine solche Veranstaltung ist in diesen Zeiten nicht mehr selbstverständlich.“ Deshalb habe die KCG besonderen Wert auf die Unterstützung der Schaustellerszene gelegt, die unter der Pandemie besonders zu leiden habe. „Das Freubergland 2.0 ist auch so etwas wie eine Solidaritätsveranstaltung für die Wiesbadener Schausteller, deren Geschäfte durch die Lockdowns massiv zusammenbrachen“, so Thomas Schreiner. Über die Situation der Wiesbadener Schausteller kann Jürgen Schürmann einiges berichten. Der Vorsitzende des Wiesbadener Schaustellerverbands gibt zu bedenken, dass es vielen Schaustellern derzeit an Perspektiven fehle: „Das Problem liegt darin, dass Schausteller in der Regel einen festen Terminkalender haben und bundesweit das ganze Jahr unterwegs sind. Durch Corona sind zahlreiche Volksfest, Kerben und vor allem die Weihnachtsmärkte komplett weggefallen, die Kalender sind leer und somit fehlen die Einnahmen.“

Geöffnet ist das Freubergland donnerstags, freitags und samstags von 14 bis 21 Uhr, sonntags von 12 bis 21 Uhr. Der Eintritt in den Vergnügunspark kostet einen Euro, Abstandsregelung und Kontaktdatenerfassung (auf Wunsch auch mit der Luca-App) sind erforderlich. Wer mit dem Auto zum Freubergland kommt, kann auf der Parkplatzwiese nebenan parken. (eva)


Wo ist „Schelmi“?

Geschichtenwettbewerb im Schelmengraben

Der Schrecken war groß, als „Schelmi“ verschwunden war: Fünf bunte Schafe aus Beton standen ursprünglich einmal am Eingang des Karl-Marx-Spielplatzes und begrüßten alle, die vorbei kamen. Seit einiger Zeit aber ist „Schelmi“, das blaue Schaf, verschwunden.

Grund genug, einen kreativen Geschichtenwettbewerb zu organisieren. Das Thema: Wo ist Schelmi? Große und kleine Geschichtenerfinder sind aufgerufen, sich über die Abenteuer des verschwundenen blauen Schafs Gedanken zu machen. Es soll eine geschriebene oder auch gestaltete Kurzgeschichte mit maximal drei Seiten entstehen, auch Bilder und Bastelarbeiten können eingereicht werden. Die Geschichte sollte erzählen, wie Schelmi verschwunden ist, was es in der Zwischenzeit erlebt hat und wie es wieder zu seiner Schaffamilie zurückkommt.

Die Beiträge werden in drei Altersgruppen eingeteilt: Bis elf, bis 18 und ab 19 Jahren. Auch Gruppen und Schulklassen können mitmachen, ebenso Geschichtenerzähler, die nicht im Schelmengraben wohnen. Einsendeschluss ist am 10. September, entweder per Mail an stadtteilbuero@bauhaus-wiesbaden.de oder per Post an das Stadtteilbüro, Karl-Marx-Straße 55-57, 65199 Wiesbaden. Natürlich können die Beiträge auch einfach in den Briefkasten des Stadtteilbüros eingeworfen werden.

Die schönsten Geschichten und Bilder werden von einer Jury ausgewählt und im November im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages präsentiert. Zu gewinnen sind unter anderem Buchgutscheine.

Nähere Infos gibt es direkt beim Stadtteilbüro unter Telefon 0611 - 72 393 482. (eva)


Buntes Programm

Sommerfestival auf Schloss Freudenberg

Ein Wanderzirkus, der im Schlosspark mit seinen Taschenspielertricks verblüfft und ein bisschen von der alten Zirkus-Magie verströmt, Jazz vom Feinsten, Kino und Theater für Große und Kleine, außerdem Tanz und DJs, Workshops und die eine oder andere Überraschung: Beim spartenübergreifenden Programm des Sommerfestivals „Shelter from the storm“ gehen bis Ende September insgesamt 50 Veranstaltungen über die sprichwörtliche Open-Air-Bühne im Schlosspark von Schloss Freudenberg.

Zum Programm gehören auch Kleidertauschpartys am Sonntagabend ab 18.30 Uhr, und zwar am 15. August, am 12. und 19. September sowie am 3. Oktober: Die Gäste bringen Kleidungsstücke mit, die ihnen nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen und dürfen im Gegenzug mitnehmen, was sie möchten. Wer nichts mitbringt, aber etwas mitnehmen möchte, darf etwas spenden. Alles sollte sauber und in tragbarem Zustand sein. Am 20. August sind die „Wiskydenker“ und DJane Ariadna Sol im Schlosspark zu Gast: Grammophonesk scheppernder Schwing, rotzig und musikalisch kunstvoll geknarzt, getrötet und gegrowlt, und zwar auf Deutsch - das ist Jazzmusik, zu der man tanzen kann, die geradeheraus und unterhaltsam ist. Unter dem Titel „Theater 3 D: Kästner: Gebrauchsgedichte“ sind am 9. September Isabelle Stolzenburg und Jonathan Roth zu Gast mit einer Performance zu Gedichten von Erich Kästner - einer lyrischen Hausapotheke sozusagen, die gegen fast alles hilft.

Das vollständige Programm sowie nähere Informationen und Tickets gibt es unter www.schlossfreudenberg.de. (eva)