Ins neue Zuhause eingezogen

29 junge Bewohner wohnen jetzt im Zwerg-Nase-Neubau unterhalb der HSK

Der Zwerg-Nase-Neubau unterhalb der HSK ist bezogen worden. Foto: Lucas Görlach

8.04.2021

Nach rund zwei Jahren Bauzeit war es soweit: Das neue Zuhause für die Bewohner des Zwerg-Nase-Hauses ist fertig und bezugsbereit. Mittlerweile sind 29 schwer mehrfach beeinträchtigte Kinder und junge Erwachsene im Alter zwischen zwei und 23 Jahren in den Neubau unterhalb der Horst-Schmidt-Kliniken eingezogen. 85 Mitarbeiter waren daran beteiligt, den Umzug so reibungslos wie möglich über die Bühne zu bringen. Wochenlang wurden die Sachen der Bewohner gepackt, auf Paletten geladen und mit Namen beschriftet, damit alles gleich im richtigen Zimmer landet.

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Das neue Gebäude ist wesentlich größer als das bisherige: Statt drei gibt es jetzt sieben Stationen, auf denen bis zu 84 Bewohner ein Zuhause finden können. Rund 6.000 Quadratmeter umfasst der Neubau, der 22 Millionen Euro gekostet hat. Architekt und Handwerkern ist es gelungen, ihn nicht an ein Krankenhaus erinnern zu lassen - warme Farben herrschen im ganzen Haus vor, die Medizintechnik ist unauffällig installiert.

Am Umzugstag wurden die Bewohner im Rollstuhl ins neue Haus gebracht. Weil einige von ihnen künstlich ernährt werden müssen, wurde jeder von zwei Mitarbeitern abgeholt und in sein neues Zimmer begleitet. Dort wurde er schon von anderen Mitarbeitern erwartet, die Schränke einräumten und dafür sorgten, dass der Intensivturm funktioniert: Er befindet sich an jedem Bett und hat Platz für ein Beatmungsgerät und die dazugehörige Heizung, aber auch für Handschuhe, Desinfektionsmittel und den Notrufknopf.

Jetzt, wo die Bewohner in ihrem neuen Zuhause angekommen sind, kann die Gemeinschaft weiter wachsen: Ab April ziehen weitere Bewohner ein, und auch neue Mitarbeiter kommen ins Zwerg-Nase-Haus. 160 werden es in absehbarer Zeit sein. (eva)