Was Heuschnupfengeplagte beim Laufen, Radfahren und Co. beachten sollten

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Freiluftsport trotz Pollenalarm

Wer sich als Pollenallergiker im Frühling unbeschwert draußen bewegen möchte, sollte sich entsprechend vorbereiten. Foto: djd/LINDA AG/iStock.com/ Kontrec

Der Frühling mit seiner erwachenden Natur lädt dazu ein, wieder häufiger Zeit draußen zu verbringen. Das gilt besonders für viele Sportbegeisterte: Radfahren, Joggen, Wandern, Inlineskaten - viele Aktivitäten sind jetzt wieder unter freiem Himmel möglich oder machen so großen Spaß.

Doch was ist, wenn die Pollen fliegen? Oft ruft die Heuschnupfensaison bei Allergikern Niesen, Augenjucken und eine laufende Nase hervor. Dennoch können und sollten Betroffene sich auch im Freien bewegen, denn dies stärkt Atmung, Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System.

Atemfrequenz erhöhen

Vorab sollte jedoch ein Facharzt aufgesucht werden. Gibt dieser grünes Licht, steht dem Freiluftsport nichts mehr im Wege. Mit den richtigen Tipps lassen sich Allergiesymptome gut eindämmen. Heuschnupfenpatienten sollten sich vor dem Trainieren auf jeden Fall ordentlich aufwärmen, um die Atemfrequenz zu erhöhen. Das kann eine Verengung der Bronchien und plötzliche Atemnot verhindern. Wer Allergiemedikamente wie etwa Antihistaminika einnimmt, sollte das auch an aktiven Tagen tun. Bei starkem Pollenflug ist es ratsam, Mittel wie Nasenspray oder Augentropfen direkt vor dem Sport zu verwenden. Am besten lassen sich Betroffene dazu in einer Apotheke beraten.

Wetter und Tageszeit

Weiterhin ist es ratsam, aufs Wetter zu schauen. Bei Wind ist die Pollenbelastung besonders hoch, nach einem Regenguss eher niedrig. Auch Uhrzeit und Ort spielen eine Rolle: In der Stadt ist morgens weniger Blütenstaub unterwegs, auf dem Land dagegen abends. Entsprechend sollten Heuschnupfenpatienten ihre Trainingszeiten planen. Nach dem Sport gilt es, die Pollen schnell loszuwerden. Sportbekleidung wäscht man am besten sofort oder lagert sie außerhalb der Wohn- und Schlafräume. Intensives Haarewaschen ist ebenfalls angeraten. Ein guter Tipp ist außerdem eine Nasendusche, um aus der Luft gefilterten Blütenstaub von den Schleimhäuten zu entfernen. Generell sollten Allergiker bei körperlicher Aktivität in der Heuschnupfensaison gut auf ihren Körper hören, sich nicht überanstrengen und bei Atemnot oder anderen allergischen Signalen sofort mit dem Sport aufhören. (djd)

RICHTIGE KLEIDUNG

Für den Sport sind im Frühling und Sommer, wenn man schneller und intensiver schwitzt, atmungsaktive Stoffe nötig. Sporthosen und Oberteile bestehen meist aus Elasthan und behandelter Baumwolle. Sie tragen die vom Körper produzierte Feuchtigkeit nach außen und lassen die Haut atmen. Je mehr geschwitzt wird, desto enger sollten Sportshirt oder Hose am Körper anliegen, gerade im Fitnessstudio oder beim Rennradfahren. Für Sportarten wie Yoga oder Pilates kann die Kleidung lockerer sitzen. Wer gerne draußen aktiv ist, sollte Sportkleidung mit UV-Schutz wählen. Den empfindlichen Kopf am besten mit einer geeigneten Kopfbedeckung schützen. Funktionsunterwäsche ist ebenfalls praktisch und Sport-BHs stützen die weibliche Brust und sorgen für Tragekomfort. (Ips/Red)

Passende Brille

Beim Optiker gibt es eine große Auswahl

Für den Komfort der Brille sind die Form und die Art der Gläser wichtig. Bei den Gestellen wird zwischen solchen mit und ohne Rahmen unterschieden. Rahmenlose Varianten schränken das Sichtfeld nicht ein. Brillen mit Rahmen schützen die Gläser besser. Die Nasenpolster zum Auflagern der Brille gibt es in verschiedenen Formen und Materialien. Sie werden vom Optiker angepasst, damit keine Druckstellen entstehen. Für die Brillengläser gibt es individuelle Lösungen. Durch eine Entspiegelung werden beispielsweise störende Lichtreflektionen vermieden und Gleitsichtgläser ermöglichen es, die Sehhilfe für die Ferne und zum Lesen zu nutzen. (red)

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